„SPIRITUAL SUPERSTAR“: Warum Maximilian Fritz dazu ermutigt, der eigenen Berufung mehr Raum zu geben

Redaktion


„SPIRITUAL SUPERSTAR“: Warum Maximilian Fritz dazu ermutigt, der eigenen Berufung mehr Raum zu geben
Foto: Justin Bockey

Ein beruflicher Weg kann vernünftig aussehen und sich trotzdem nicht wie der eigene anfühlen. Diese Spannung greift Maximilian Fritz in „SPIRITUAL SUPERSTAR“ auf. Der spirituelle Business-Mentor verbindet seine persönliche Entwicklung mit Fragen nach Identität, Sinn und dem Mut, bislang zurückgehaltene Wünsche ernst zu nehmen. Seine spirituelle Sicht bildet dabei den Ausgangspunkt einer Suche nach einem Leben, das zu den eigenen Überzeugungen passt.

Ein Aquarium kann schön sein und trotzdem zu eng

Ein kleiner Fisch wächst in einer Zoohandlung auf. Das Wasser ist sauber, die Pflanzenwelt prächtig, das Futter kommt regelmäßig. Die anderen Fische sind zufrieden. Doch in ihm meldet sich die Ahnung, dass es mehr geben könnte. Seine Fragen stoßen auf Unverständnis. Was er sucht, kann er noch nicht benennen: das offene Meer.

Mit dieser Geschichte stimmt Fritz auf sein Buch ein. Das Aquarium steht für ein Leben, in dem scheinbar alles vorhanden ist und dennoch etwas fehlt. Sicherheit allein beantwortet die Frage nach Zugehörigkeit und Sinn in seinem Bild nicht.

Bemerkenswert ist, dass der Fisch zunächst keinen fertigen Gegenentwurf hat. Er spürt eine Sehnsucht, bevor er ihr Ziel kennt. Genau an diesem Punkt setzt Fritz an: bei Menschen, die ihrem vertrauten Weg folgen und zugleich ahnen, dass wichtige Seiten ihrer Persönlichkeit darin kaum vorkommen.

„SPIRITUAL SUPERSTAR“ richtet den Blick deshalb auf Wünsche und Überzeugungen, die sich nicht allein mit äußeren Erwartungen erklären lassen. Was davon wird gelebt? Was bleibt zurückgehalten? Und welche Bedeutung bekommt die Anerkennung anderer bei dieser Entscheidung?

Zwischen Ingenieurstudium und spiritueller Suche

Fritz beschreibt diesen Gegensatz anhand seines eigenen Lebens. Aufgewachsen in einem Dorf auf der Schwäbischen Alb, habe er schon früh eine ausgeprägte Intuition und eine besondere spirituelle Verbindung empfunden. Zugleich erzählt er davon, wie schwer es ihm gefallen sei, diese Erfahrungen mit anderen zu teilen.

Beruflich entschied er sich zunächst für einen klassischen Weg: Ingenieurstudium, Management und Consulting. Bereits in seinen frühen Zwanzigern gründete er nach eigener Darstellung eine Firma.

Die spätere Hinwendung zum spirituellen Mentoring schildert er als einen Schritt, der Mut verlangte. Seine spirituellen Erfahrungen stellten ihn vor eine praktische Frage: Wie könnte das, was ihm persönlich wichtig war, auch beruflich einen Platz bekommen?

Diese Verbindung prägt seine Perspektive als Autor. Er betrachtet Unternehmertum und Spiritualität als Lebensbereiche, die miteinander in Einklang kommen sollen. Dabei erzählt er auch von Angst, fehlenden Gesprächspartnern und der Unsicherheit, wie eine andere berufliche Richtung aussehen könnte.

Berufung beginnt mit einer persönlichen Frage

Fritz verwendet für Berufung häufig die Begriffe „Seelenmission“ und „Seelenwahrheit“. Dahinter steht seine Überzeugung, dass jeder Mensch eine eigene spirituelle Gabe und einen persönlichen Auftrag mitbringt.

Diese Begriffe gehören zu seinem spirituellen Weltbild. Sie geben dem Buch seine Richtung und seine Sprache. Berufung bedeutet darin, sich mit dem eigenen Wesen auseinanderzusetzen und daraus Orientierung für das Handeln zu gewinnen.

Seine Definition von Spiritualität setzt bei der persönlichen Suche nach Sinn, Bedeutung und größeren Zusammenhängen an. Meditation, Gebet und Schamanismus nennt er als mögliche Zugänge. Die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Religion ist für ihn keine Voraussetzung.

Daraus entwickelt er Fragen nach der eigenen Identität und dem Sinn des Lebens. Der Zugang bleibt persönlich: Welche Werte tragen? Was erscheint bedeutsam? Welche Wünsche werden aus Überzeugung verfolgt, welche vor allem aus Gewohnheit oder Anpassung?

Was der Satz „Das Leben ist …“ sichtbar machen soll

Eine kurze Übung in der Leseprobe verdichtet diesen Ansatz. Fritz lädt dazu ein, den Satz „Das Leben ist …“ zu vervollständigen.

Seine eigenen Antworten lauten:

  • „Das Leben ist Wachstum.“
  • „Das Leben ist Liebe und Freude.“
  • „Das Leben ist eine wunderbare Reise.“


Die Übung soll nach seinem Verständnis das persönliche Weltbild sichtbar machen. Schon wenige Worte können zeigen, ob jemand zunächst an Möglichkeiten, Verpflichtungen, Schwierigkeiten oder Verbundenheit denkt.

Fritz regt an, die Frage später erneut aufzugreifen oder mit Menschen aus dem eigenen Umfeld darüber zu sprechen. So wird aus einer scheinbar einfachen Satzergänzung ein Gespräch über die Maßstäbe, nach denen das eigene Leben betrachtet wird.

Der praktische Wert dieses Einstiegs liegt in seiner Überschaubarkeit. Es braucht zunächst keine vollständig formulierte Lebensaufgabe. Ein Satz kann genügen, um eine bisher wenig beachtete Haltung genauer anzusehen.

Sich zeigen, obwohl andere nicht alles verstehen

Zur Suche nach Berufung gehört in Fritz’ Darstellung auch das soziale Umfeld. Er beschreibt die Sorge, mit spirituellen Interessen, großen Wünschen oder ungewohnten beruflichen Vorstellungen belächelt zu werden.

Das erklärt einen Teil der auffordernden Sprache des Buches. Der Autor möchte Menschen ermutigen, der eigenen Perspektive mehr Raum zu geben. Den Begriff „Superstar“ verbindet er ausdrücklich mit spiritueller Kraft und persönlicher Größe. Äußerer Ruhm ist damit für ihn nicht der einzige Maßstab.

Zugleich bezeichnet er die spirituelle Suche als fortlaufenden Weg:

„Deine spirituelle Reise ist kein einmaliges Ereignis, das dich schlagartig erleuchtet.“

Damit bekommt Berufung den Charakter einer Entwicklung. Fragen können offenbleiben, Einsichten sich verändern und nächste Schritte erst allmählich erkennbar werden.

Soul, Money und Love als gemeinsamer Rahmen

Der Untertitel kündigt die von Fritz entwickelte „Soul, Money & Love-Formel“ an. Die Gliederung des Buches verbindet die spirituelle Suche mit materiellen Zielen und Liebe. Der Autor möchte diese Bereiche gemeinsam betrachten und seine Vorstellung von innerer und äußerer Fülle entfalten.

Der Einstieg in den Bereich „Soul“ führt über die persönliche Geschichte, die Sprachbilder und die Fragen, mit denen Fritz zur Beschäftigung mit der eigenen Berufung anregt. Seine Vorstellungen von Seelenkraft und Manifestation bilden dabei den spirituellen Deutungsrahmen.

Das Bild des Fisches bleibt als Ausgangsfrage bestehen: Ist das vertraute Leben bereits das, was man sich wünscht – oder wird eine Sehnsucht überhört, weil sie noch nicht in einen fertigen Plan passt? „SPIRITUAL SUPERSTAR“ lädt dazu ein, dieser Sehnsucht Aufmerksamkeit zu geben und genauer zu prüfen, welche Richtung daraus für das eigene Leben entstehen könnte.