Was Unternehmertum von Afrika lernen kann – Perspektivwechsel für eine komplexe Arbeitswelt
Von: Moritz Quast
Expertenprofil von Vera Peters anzeigenDie Arbeitswelt befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Unternehmen stehen unter wachsendem Druck: steigende Komplexität, Fachkräftemangel, technologische Umbrüche, permanente Unsicherheit. Klassische Managementmodelle, die vor allem auf Kontrolle, Effizienz und lineare Planung setzen, geraten dabei zunehmend an ihre Grenzen. Gefragt sind neue Denkweisen – und der Mut, Perspektiven zu wechseln.
Genau hier setzt Die Safari-Strategie an. Das Buch basiert auf über 35 Jahren Afrika-Erfahrung und verbindet unternehmerisches Denken mit den Lektionen aus Wildnis, Kultur und Gemeinschaft. Es geht nicht um romantische Verklärung, sondern um konkrete Impulse für eine menschlichere, resilientere und zugleich wirksamere Arbeitswelt.
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Warum Afrika ein Lehrmeister für Unternehmertum sein kann
Afrika wird im wirtschaftlichen Kontext häufig unterschätzt oder eindimensional betrachtet. Dabei ist der Kontinent ein Ort enormer Kreativität, Anpassungsfähigkeit und unternehmerischer Intelligenz. Menschen sind dort täglich mit Unsicherheit, knappen Ressourcen und sich ständig verändernden Rahmenbedingungen konfrontiert – und haben Wege gefunden, damit konstruktiv umzugehen.
In der Wildnis Afrikas gilt ein einfaches Prinzip: Überleben und Erfolg entstehen nicht durch Kontrolle, sondern durch Aufmerksamkeit, Anpassungsfähigkeit und Zusammenarbeit. Diese Haltung lässt sich unmittelbar auf Unternehmen übertragen.
Unternehmertum bedeutet heute nicht mehr, alles im Griff zu haben. Es bedeutet, Orientierung zu geben, Entscheidungen unter Unsicherheit zu treffen und Menschen mitzunehmen – im Unternehmen ebenso wie im privaten Umfeld und in der Familie.
Perspektivwechsel als Führungs- und Lebenskompetenz
Ein zentrales Element der Safari-Strategie ist der bewusste Perspektivwechsel. Wer sich auf neue Sichtweisen einlässt, erkennt schneller Zusammenhänge, hinterfragt gewohnte Muster und entwickelt tragfähigere Entscheidungen.
In der afrikanischen Wildnis entscheidet Perspektive oft über Sicherheit und Erfolg: Wer nur auf das unmittelbare Hindernis schaut, bleibt stehen. Wer den Blick hebt, erkennt neue Wege. Übertragen auf den Unternehmensalltag bedeutet das, nicht ausschließlich auf operative Probleme oder Zahlen zu reagieren, sondern das größere Bild im Blick zu behalten: Märkte, Menschen, Beziehungen und langfristige Wirkung.
Dieser Perspektivwechsel wirkt nicht nur im Business, sondern auch im Privatleben. Viele Unternehmerinnen und Unternehmer erleben, dass Klarheit im Denken zu mehr Gelassenheit führt – und damit zu besserer Balance zwischen Arbeit, Familie und persönlichem Leben.
Ubuntu: Zusammenarbeit neu denken
Ein weiterer zentraler Gedanke des Buches ist Ubuntu – eine afrikanische Lebensphilosophie, die sich mit „Ich bin, weil wir sind“ übersetzen lässt. Sie beschreibt ein tiefes Verständnis von Gemeinschaft, Verantwortung und gegenseitiger Verbundenheit.
Übertragen auf die Arbeitswelt bedeutet Ubuntu: Erfolg entsteht nicht im Alleingang. Teams werden dann leistungsfähig, wenn Menschen sich gesehen fühlen, Verantwortung übernehmen dürfen und ihre individuellen Stärken einbringen können. Mitarbeitende werden so zu Mitgestaltenden – nicht durch Motivationstrainings, sondern durch echte Beteiligung und Vertrauen.
Unternehmen, die diese Haltung leben, profitieren von höherer Identifikation, besseren Entscheidungen und nachhaltiger Leistungsfähigkeit. Gerade in wissensintensiven Organisationen ist das ein entscheidender Wettbewerbsvorteil.
Entscheidungen treffen unter Unsicherheit
Die Safari-Strategie zeigt zudem, wie Entscheidungen unter unsicheren Bedingungen getroffen werden können. In der Wildnis ist Zögern oft gefährlicher als eine klare, verantwortungsvolle Entscheidung. Gleichzeitig braucht es Vorbereitung, Intuition und die Fähigkeit, Signale richtig zu deuten.
Diese Balance aus Analyse und Intuition ist auch im Unternehmertum entscheidend. Zahlen und Daten bleiben wichtig – sie reichen jedoch allein nicht aus. Wer lernt, zusätzlich auf Erfahrung, Wahrnehmung und innere Klarheit zu vertrauen, handelt souveräner und konsequenter.
Transformation beginnt beim Menschen
Ein zentrales Missverständnis in vielen Organisationen ist die Annahme, Transformation sei primär ein strukturelles oder technologisches Projekt. Die Safari-Strategie macht deutlich: Nachhaltige Veränderung beginnt immer beim Menschen.
Innere Klarheit, Verantwortungsbewusstsein und die Bereitschaft, alte Denkweisen loszulassen, sind die eigentlichen Treiber von Transformation. Wer sich selbst führen kann, führt auch andere wirksamer – im Unternehmen, in Projekten und im privaten Umfeld.
Die Safari-Strategie richtet sich an Unternehmerinnen, Unternehmer, Entscheider und Menschen in Veränderungsprozessen – unabhängig von Hierarchie oder Branche. Es ist kein klassischer Businessratgeber, sondern ein Impulsgeber, der dazu einlädt, Arbeit, Unternehmertum und Leben neu zu betrachten.
Der Autorenerlös des Buches fließt vollständig in den gemeinnützigen Verein Business 4 Needs & Dreams e. V., der Projekte in Afrika unterstützt. Ziel ist es, Menschen in unternehmerische Eigenständigkeit zu begleiten, Start-ups zu fördern und nachhaltige Perspektiven zu schaffen – auf Augenhöhe und im Sinne von Ubuntu.
Gerade in Zeiten des Wandels brauchen wir neue Denkmodelle. Manchmal liegen sie nicht in weiteren Tools oder Prozessen, sondern in der Bereitschaft, von anderen Kulturen und Kontexten zu lernen. Afrika bietet dafür einen reichen Erfahrungsschatz – wenn wir bereit sind, hinzusehen.