Selbstständig mit Familie: Wie Marleen Hupfer Business, Kinder und Freiheit mit Leichtigkeit verbindet
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Die Kinder wollen von der Schule abgeholt werden, anschließend geht es zum Sport, der Einkauf wartet und für das Wochenende muss noch das Geschenk für die Freundin vorbereitet werden. Gleichzeitig stehen berufliche Aufgaben auf der Agenda. Schnell entsteht das Gefühl: 24 Stunden sind für einen Tag einfach zu wenig.
Doch muss ein erfolgreiches Business zwangsläufig bedeuten, dass Familie, Freizeit und persönliche Freiheit zu kurz kommen?
Marleen Hupfer zeigt, dass es auch anders gehen kann. Die Selfmade-Immobilienmillionärin unter 40 blickt auf 15 Jahre Bankerfahrung zurück, ist Mutter von zwei Kindern, Hundezüchterin und Weltenbummlerin. Heute begleitet sie als Mentorin für „Feminine Fülle“ andere Frauen auf dem Weg zu einem selbstbestimmteren Leben.
Dabei geht es für sie nicht darum, immer noch mehr Aufgaben in einen ohnehin vollen Terminkalender zu pressen. Entscheidend sind vielmehr Struktur, Klarheit und der Mut, das eigene Leben nach den persönlichen Vorstellungen auszurichten.
Von der Bank zum selbstbestimmten Business
15 Jahre lang sammelte Marleen Hupfer Erfahrung im Bankwesen. Die heutige Leichtigkeit war dabei keineswegs immer selbstverständlich.
Sie kennt die Situation, in der der Tag nur 24 Stunden hat und trotzdem kaum nachvollziehbar ist, wo diese Stunden eigentlich geblieben sind. Beruf, Kinder, Verpflichtungen und Alltag konkurrieren permanent um die eigene Aufmerksamkeit.
Irgendwann traf sie deshalb eine grundlegende Entscheidung: So sollte es nicht weitergehen.
Sie wollte nicht ausschließlich funktionieren, sondern ein Leben führen, in dem neben der Arbeit auch ihre Kinder, Freunde, Reisen und die schönen Dinge des Lebens ihren Platz finden.
Die Selbstständigkeit wurde für sie zu einem Weg, diese unterschiedlichen Lebensbereiche miteinander zu verbinden. Heute beschäftigt sie sich beruflich mit Dingen, die sie selbst als ihre Hobbys bezeichnet. Dadurch verschwimmen für sie teilweise sogar die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit.
Ihre Kinder würden laut Hupfer sogar behaupten, ihre Mutter arbeite überhaupt nicht – obwohl sie selbst das Gefühl hat, eigentlich ständig tätig zu sein.
Genau darin liegt ein wichtiger Teil ihres Ansatzes: Arbeit muss sich nicht zwangsläufig wie klassische Arbeit anfühlen.
Flexibilität als wichtiger Bestandteil der Selbstständigkeit
Ein Fußballspiel am Wochenende, eine Schulveranstaltung oder ein anderer wichtiger Termin der Kinder: Marleen Hupfer möchte diese Momente nicht regelmäßig gegen berufliche Verpflichtungen abwägen müssen.
Flexibilität besitzt deshalb für sie einen hohen Stellenwert.
Ihre Kinder sind zwölf und neun Jahre alt und benötigen weiterhin Betreuung. Gleichzeitig nutzt Hupfer insbesondere die Zeit, in der die Kinder in der Schule sind, möglichst effektiv für ihre beruflichen Aufgaben.
Unterstützung nimmt sie dabei bewusst an. Ihre Eltern helfen ihr gelegentlich im Alltag, zusätzlich sucht sie nach Unterstützung durch ein Au-pair.
Damit wird ein Punkt deutlich, der in der Diskussion um die Vereinbarkeit von Familie und Selbstständigkeit leicht übersehen wird: Leichtigkeit bedeutet nicht zwangsläufig, alles allein zu erledigen.
Nicht alles selbst machen: Warum Outsourcing entlasten kann
Gerade selbstständige Frauen kennen häufig den Anspruch, möglichst viele Aufgaben gleichzeitig bewältigen zu wollen. Business, Haushalt, Kinder und private Verpflichtungen werden dann zu einer immer länger werdenden To-do-Liste.
Marleen Hupfer setzt an dieser Stelle bewusst Prioritäten.
Obwohl sie sich selbst eher als Freigeist beschreibt und nicht von Natur aus jede Minute durchplant, hat sie beispielsweise Aufgaben im Haushalt ausgelagert. Die Wäsche ist für sie ein konkretes Beispiel.
Ihre Überlegung dahinter ist pragmatisch: Wenn die finanziellen Möglichkeiten vorhanden sind und sie die entsprechende Zeit sinnvoller für ihre Arbeit einsetzen kann, muss sie diese Aufgabe nicht zwingend selbst übernehmen.
Outsourcing wird damit nicht zum Luxus um seiner selbst willen, sondern zu einer bewussten Entscheidung über die Verwendung der eigenen Zeit.
Die entscheidende Frage lautet dann nicht mehr nur: „Kann ich diese Aufgabe selbst erledigen?“
Sondern vielmehr: „Muss ich diese Aufgabe wirklich selbst erledigen?“
Struktur, Klarheit und Mut: Drei Grundlagen für mehr Leichtigkeit
Wenn Frauen mit Marleen Hupfer zusammenarbeiten, stehen für sie insbesondere drei Aspekte im Mittelpunkt: Struktur, Klarheit und der Mut, für sich selbst loszugehen.
Struktur schafft Freiraum
Selbstständigkeit bietet viele Freiheiten. Gleichzeitig fehlt der feste Rahmen, den ein klassischer 9-to-5-Arbeitstag automatisch vorgibt.
Deshalb beginnt Hupfer ihren Tag mit einer kurzen Planung. Etwa fünf bis zehn Minuten nimmt sie sich am Morgen Zeit und prüft, welche Aufgaben an diesem Tag wirklich wichtig sind.
Dabei wird nicht jede Minute vollständig verplant.
Ganz bewusst reserviert sie zusätzliche Zeit für Unvorhergesehenes. Denn sogenannte „Emergencies“ gehören insbesondere mit Kindern und einem eigenen Business zum Alltag.
Ein solcher Zeitpuffer verhindert, dass eine unerwartete Aufgabe unmittelbar die komplette Tagesplanung durcheinanderbringt.
Klarheit über die eigenen Prioritäten
Struktur allein beantwortet allerdings noch nicht die Frage, wofür die vorhandene Zeit eingesetzt werden soll.
Hier kommt Klarheit ins Spiel.
Für Marleen Hupfer gehören ihre Kinder und die gemeinsame Zeit genauso zu einem erfüllten Leben wie beruflicher Erfolg. Gleichzeitig möchte sie Raum für Freunde, Reisen und persönliche Interessen behalten.
Die eigenen Prioritäten zu kennen, erleichtert Entscheidungen. Denn wer weiß, welche Bereiche im eigenen Leben tatsächlich wichtig sind, kann Zeit und Energie entsprechend verteilen.
Mut, den eigenen Weg zu gehen
Der dritte Punkt ist Mut.
Ein selbstbestimmtes Leben entsteht nicht allein dadurch, dass Aufgaben effizienter organisiert werden. Manchmal müssen dafür größere Entscheidungen getroffen werden.
Hupfer selbst entschied sich nach ihrer langjährigen Karriere im Bankwesen für die Selbstständigkeit. Damit veränderte sie nicht nur ihren Beruf, sondern auch die Art und Weise, wie sie ihren Alltag organisiert.
Ihr Ansatz richtet den Blick deshalb darauf, den eigenen Vorstellungen von Leben und Erfolg tatsächlich Raum zu geben.
Selbstständig und ständig? Grenzen bewusst neu definieren
Die Redewendung „selbstständig bedeutet selbst und ständig“ kommt nicht von ungefähr.
Wer ein eigenes Business führt, kann berufliche Themen nicht zwangsläufig am Ende eines Arbeitstages einfach im Büro zurücklassen. Aufgaben, Ideen und Entscheidungen begleiten Selbstständige häufig auch außerhalb klassischer Arbeitszeiten.
Marleen Hupfer versucht deshalb nicht, einen starren Büroalltag nachzubilden. Stattdessen strukturiert sie ihre beruflichen Aufgaben um die Bereiche ihres Lebens herum, die ihr wichtig sind.
Die Schulzeit der Kinder wird beispielsweise gezielt für konzentrierte Arbeit genutzt. Gleichzeitig bleiben Zeitfenster für Familie und unvorhergesehene Ereignisse bestehen.
Damit bekommt Zeitmanagement eine andere Bedeutung: Es geht nicht nur darum, möglichst produktiv zu sein. Es geht darum, die vorhandene Zeit bewusst für das Leben einzusetzen, das geführt werden soll.
Feminine Fülle: Was Marleen Hupfer anderen Frauen vermitteln möchte
Als Mentorin beschäftigt sich Marleen Hupfer mit dem Thema „Feminine Fülle“.
Dabei arbeitet sie sowohl im persönlichen 1:1 als auch mit Frauen innerhalb einer Mastermind. In der Regel finden wöchentliche Treffen statt.
Gerade die Zusammenarbeit in einer Gruppe empfindet Hupfer als wertvoll. Denn dort profitieren Teilnehmerinnen nicht ausschließlich von der direkten Begleitung, sondern ebenso von den Fragen und Erfahrungen der anderen Frauen.
Eine Teilnehmerin stellt möglicherweise eine Frage, über die eine andere bislang noch gar nicht nachgedacht hat – und eröffnet damit neue Perspektiven für die gesamte Gruppe.
Darüber hinaus können innerhalb solcher Gruppen neue Kontakte entstehen. Laut Hupfer entwickeln sich Freundschaften, Netzwerke und teilweise sogar Kooperationen zwischen den Teilnehmerinnen. Die Mastermind ist dabei branchenübergreifend ausgerichtet.
Erfolg und Familie müssen kein Widerspruch sein
Der Alltag mit Kindern, einem eigenen Business und privaten Verpflichtungen wird vermutlich nie vollständig planbar sein.
Genau deshalb besteht der Ansatz von Marleen Hupfer nicht darin, einen vermeintlich perfekten Tagesablauf zu konstruieren.
Vielmehr geht es darum, Klarheit über die eigenen Wünsche zu entwickeln, den Alltag sinnvoll zu strukturieren und Unterstützung anzunehmen, wenn sie notwendig und möglich ist.
Ein kurzer Tagesplan am Morgen kann Orientierung geben. Bewusst eingeplante Puffer schaffen Raum für Unvorhergesehenes. Das Auslagern bestimmter Aufgaben kann wiederum wertvolle Zeit zurückgeben.
Über allem steht jedoch die Frage, wie das eigene Leben eigentlich aussehen soll.
Denn beruflicher Erfolg entfaltet einen anderen Wert, wenn gleichzeitig genügend Raum für Familie, Freunde, Reisen und persönliche Interessen vorhanden bleibt.
Marleen Hupfers eigener Weg vom langjährigen Bankjob in die Selbstständigkeit zeigt dabei vor allem eines: Leichtigkeit bedeutet nicht, nichts zu tun. Sie kann vielmehr daraus entstehen, bewusst zu entscheiden, was getan wird, wann es getan wird und welche Dinge nicht selbst erledigt werden müssen.
Fazit: Mehr Freiheit beginnt mit bewussten Entscheidungen
Familie, Selbstständigkeit, Freizeit und beruflicher Erfolg unter einen Hut zu bringen, verlangt Organisation. Doch Organisation allein reicht nicht aus.
Marleen Hupfer setzt deshalb auf die Kombination aus Struktur, Klarheit und Mut.
Eine kurze Planung am Morgen, realistische Zeitpuffer und gezielte Unterstützung im Alltag bilden dabei die praktische Seite. Die persönliche Seite beginnt mit der Entscheidung, das eigene Leben nicht ausschließlich nach Verpflichtungen auszurichten.
Wer weiß, was wirklich wichtig ist, kann Prioritäten bewusster setzen. Wer Unterstützung zulässt, muss nicht jede Aufgabe allein tragen. Und wer den Mut entwickelt, eigene Entscheidungen zu treffen, schafft die Voraussetzung für mehr Selbstbestimmung.
So wird aus einem vollen 24-Stunden-Tag zwar kein 30-Stunden-Tag.
Aber möglicherweise einer, der besser zum eigenen Leben passt.