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Das Internet der Zukunft liegt im Metaverse

Rainer Weissert

Dominik Pfau

Das Internet der Zukunft liegt im Metaverse

Viele der Tech-Giganten investieren derzeit hohe Summen in die Erschaffung ihres Metaverse. Der Meta Konzern („Meta Platforms Inc.“, kurz „Meta“, ehemals Facebook Inc.) hat angekündigt 10.000 hochqualifizierte Arbeitsplätze in Europa zu schaffen, um sein Metaverse aufzubauen. Microsoft hat mit Mesh bereits seit längerem eine eigne Interpretation des Metaverse. Auf der Mesh-Plattform können Anwender als Hologramme auftreten, die im dreidimensionalen virtuellen Raum miteinander interagieren können. In der Blockchain-Industrie haben sich Decentraland und The Sandbox als die größten Metaverse-Projekte positioniert. Was zeigt – es wird nicht nur eine einzige Superplattform für das Metaverse geben. Sondern nach Ausrichtung des Herstellers, viele einzelne Metaversen. Microsoft wird sich auf die Unternehmensbereiche konzentrieren und das Industrial Metaverse mitprägen. Meta wird sich auf seine Zielgruppen mit Shoppingangeboten fokussieren und diese mit Facebook und Instagram verknüpfen.


 


Mit dem Begriff „Metaverse“ wird eine nicht endende virtuelle Umgebung, ein Raum bzw. eine virtuelle Dimension oder Realität bezeichnet, in der sich alle Teilnehmer miteinander vernetzt haben. Das so entstandene Netz verknüpft zum einen das Internet, wie wir es heute nutzen, mit den virtuellen neuen Welten der Metaverse-Anbieter. Abläufe aus der realen Welt können somit in die digitale Welt transformiert werden. 


Daher wird auch von der Verschmelzung der Virtualität mit der Realität gesprochen. Unsere realen Leben spielen in den dezentralen Ländern dieser Erde. Dennoch können wir uns zentral in einer virtuellen Welt treffen. In der virtuellen Welt können alle zusammenarbeiten: Informationen austauschen, gemeinsam Projekte umsetzen, virtuelle Werte und neue Produkte kreieren. Aus diesen „Digitalen Zwillingen“ entstehen in der realen Welt direkt produzierbare Gegenstände, Geräte und Maschinen. Mit diesen Gegenständen kann dann sowohl virtuell als auch real ein Business betrieben werden. Auch Wartungs- und Selfservice-Konzepte, bei denen der Kunde selbst die digitale Fehleranalyse übernimmt und defekte Teile eigenständig nachbestellt. Dies sind Teilaspekte, die aber deutlich dazu beitragen, Aufwand und Kosten auf der Herstellerseite einzusparen. Damit nicht genug: BMW nutzt bereits eine Metaverse-Plattform, um einen Digitalen Zwilling seiner Fertigungsstätten zu erstellen und damit Produktionszeiten und Kosten zu optimieren. Was auch zeigt: Unternehmen die sich intensiv mit dem Industrial Internet of Things (IIoT) beschäftigen, haben bereits eine gute Basis für den Übergang in das Metaverse geschaffen. Denn jedes Unternehmen muss zukünftig eine Digitale Zwillings-Strategie haben. Gerade der Industriegütersektor wird neben Social Media, Shopping und Unterhaltung die größte Veränderung durch die Expansion des Metaverse erleben.



Das erste Mal, vergisst Du nie!



 


Das faszinierend Neue am Metaverse ist, dass auch der Mensch einen „Digitalen Zwilling“, seinen persönlichen Avatar erhält. Nach meinem ersten Besuch im Metaverse habe ich in einem Artikel geschrieben: „…als ich mit meinem Avatar das erste Mal im Metaverse war, haben wir Menschen aus China, Brasilien und Tansania getroffen. Mit dem integrierten Sprachtool konnten wir alle sofort miteinander kommunizieren. Jeder in seiner Muttersprache. Schlagartig wurde mir bewusst: Gerade bist Du in der Zukunft angekommen. Denn visuelles Agieren, in der Muttersprache sprechen – und jeder versteht jeden. Das verbindet. Mehr, als alles angelernte Business-Englisch es je vermag.“  


Die Potentiale, die das Enterprise und Industrial Metaverse bieten, sind enorm!


 


Weshalb sollten sich Unternehmen heute schon damit beschäftigen? Mitte der 90er Jahre mussten große Marken und Unternehmen internet-fähig werden. Wir befinden uns jetzt in genau der gleichen Phase: In der sie metaverse-fähig werden müssen!


 


 

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