Vom Lampenfieber zur Selbstsicherheit: Die kraftvolle Dynamik von Atmung und Körpersprache in der Kommunikation
Foto: Nedjo Radic

Vom Lampenfieber zur Selbstsicherheit: Die kraftvolle Dynamik von Atmung und Körpersprache in der Kommunikation

Als Regisseurin habe ich mich oft bei der Arbeit mit Schauspielern gefragt, woran es liegt, wenn eine Situation auf der Bühne nicht überzeugend ist. Es gab Szenen, die ich den Schauspielern einfach nicht glaubte oder ich bemerkte, dass sie mich nicht fesselten. Ich fand das spannend: Warum kamen manche Schauspieler mit wenig Mitteln so stark rüber und andere nicht? Ich spürte ganz deutlich, wenn sie etwas verkörperten, was sie so ganz und gar nicht nachempfinden konnten. Ich bemerkte, wenn sie etwas nur behaupteten, anstatt es wirklich zu sein. Ihre Körper strahlten diesen Missklang förmlich aus. Das heißt nicht, dass man als Schauspieler böse sein muss, um jemand bösen zu spielen, nein, es bedeutet vielmehr, dass man diese negativen Anteile in sich finden, sie herausschälen, ihnen Raum und Körper geben muss, um authentisch zu agieren. Und negative Anteile findet jeder in sich.

 

Um also überzeugend rüberzukommen, ist es ganz wichtig, dass das, was du sagst, klar mit der Art und Weise, wie du es sagst, übereinstimmt.

 Das gilt nicht nur auf der Bühne, sondern vor allem auch im wirklichen Leben!

Stell dir vor, das funktioniert aber auch umgekehrt: Eine offene, präsente Körperhaltung kann dein Selbstwertgefühl steigern, das, was du sagst, positiv unterstreichen und außerdem fühlst du dich besser.  

ÜBUNG: Probiere einmal eine Körperhaltung aus, in der du dich klein fühlst. Dein Bauch zieht sich zusammen, deine Schultern hängen, du möchtest dich am liebsten in der hintersten Ecke verkriechen, deine Füße und Hände sind einwärtsgerichtet, dein Kopf hängt, alles fühlt sich schwer und kraftlos an. Und nun sage: Ich bin glücklich! Wie fühlt sich das an? Glaubst du dir?

Dann probiere eine Körperhaltung aus, in der du dich groß fühlst, deine Schultern sind aufrecht, deine Arme ausgestreckt, Beine hüftbreit, dein Blick ist gerade und offen. Und nun sage: Ich bin glücklich! Wie fühlt sich das nun an? Glaubst du dir?

Nicht wahr, wenn du wirklich aufrecht und gerade bist, dann ist es schwierig, dich schlecht zu fühlen? Nicht nur für dich ist es also wichtig, das, was du sagst und die Art, wie du dich darstellst, in Kongruenz zu bringen. Fühlst du dich selbst mit dir stimmig, dann überträgt sich dein Wohlgefühl auf dein Gegenüber und spiegelt dich zurück.

Wenn du also in einen Dialog trittst, egal ob mit einer Person oder mit mehreren Personen, egal ob beruflich oder privat, trainiere deine Achtsamkeit auf körpersprachliche Botschaften. Mimik, Körperhaltung, Gestik, und der Ausdruck der Augen können zeigen, ob jemand glücklich, traurig, wütend, überrascht oder ängstlich ist. Dies ermöglicht es dir, die emotionalen Zustände anderer Menschen besser zu verstehen und angemessen darauf zu reagieren.

Ein Dialog, der auf einer solchen Grundlage basiert, kann kreativ, motivierend und erfüllend für alle Beteiligten sein – ein wahres Energiefeuerwerk. Also, nutze unbedingt diese zusätzliche Ebene der Kommunikation und bringe die Welt um dich herum zum Leuchten! Als Schauspielerin, Regisseurin und Coach für Bühnenperformance unterstütze ich heute Menschen dabei, ihr eigenes Leuchten zu entdecken, es auf die Bühnen dieser Welt zu tragen und andere damit anzustecken. Für meine Arbeit ist ein weiterer Faktor essenziell. Welcher? Das erfährst du nun.

 

Das Fundament des Erfolgs. Die unschätzbare Bedeutung des Vertrauens

Einige Studien haben gezeigt, dass Vertrauen in zwischenmenschlichen Beziehungen zu verbesserter Zusammenarbeit, besserer Kommunikation und gesteigerter Leistung führt. Zudem hat Vertrauen positive Auswirkungen auf unser Wohlbefinden und unsere Zufriedenheit.

Denke einmal an Menschen in deinem Umfeld. Welchen davon vertraust du mehr oder weniger und aus welchem Grund? Welche Eigenschaften hat ein Mensch, dem du vertraust?

In meinen Seminaren sagen die Teilnehmenden, wenn ich sie das frage, meist, dass «die Person offen, freundlich, einfühlsam, ehrlich, ruhig, souverän, authentisch, positiv, kompetent, emphatisch und zuverlässig « sein muss. Vielleicht fällt dir noch mehr dazu ein? Das sind eine Menge Eigenschaften. Überlege nun bitte weiter: Wie machst du es, um eine dieser Eigenschaften zu erfüllen und auch so zu wirken? Also, wie gelingt es dir, souverän zu wirken? Oder freundlich? Oder ruhig? Was ist die absolute Grundvoraussetzung für diese Wirkung?

So erstaunlich es klingt, aber es ist eine ruhige und tiefe Atmung. Atmest du flach, so wirkst du gehetzt, unsicher, auf der Flucht, unbeständig, ängstlich und deine Stimme rutscht nach oben und wird schrill.
Atmest du tief aus deiner Mitte heraus, gibst du Menschen das Gefühl, tief in dir verankert und mit dir verbunden zu sein und aus dem Vollen schöpfen zu können. Tiefe Atmung ist direkt mit unserem autonomen Nervensystem verbunden und signalisiert unserem Körper, dass keine akute Gefahr vorhanden ist. Der Körper kann sich entspannen, der Herzschlag verlangsamt sich und es stellt sich ein Gefühl von Gelassenheit und Ruhe ein.
Indem wir tiefe Atmung praktizieren und sie zu einer regelmäßigen Gewohnheit machen, können wir uns in stressigen oder herausfordernden Situationen besser kontrollieren, unsere Emotionen ausgleichen und ein Gefühl von Souveränität und Kraft bewahren und ausstrahlen, somit haben wir das beste Mittel gegen LAMPENFIEBER.

 

Lampenfieber gibt Energie

Denn Lampenfieber, richtig gelenkt, kann eine kraftvolle Energiequelle sein, die uns antreibt und unsere Leistung auf ein neues Level hebt. Es erinnert uns daran, wie wichtig uns eine Situation ist und kann unsere Sinne schärfen, um unser Bestes zu geben. Indem wir lernen, diese Energie zu nutzen, können wir unser Selbstvertrauen stärken und mit einer beeindruckenden Präsenz auftreten.

Abschließend möchte ich betonen, dass Lampenfieber, bewusste Atmung und Körpersprache eng miteinander verknüpft sind und eine harmonische Einheit bilden, die unsere Art zu kommunizieren und aufzutreten grundlegend beeinflusst. Indem wir das Lampenfieber nicht als Hindernis betrachten, sondern als Energiequelle, die uns antreibt, können wir unsere Nervosität in positive Kraft umwandeln. Die bewusste Kontrolle unserer Atmung ermöglicht es uns, ruhig und gelassen zu bleiben, während wir unsere Botschaft überzeugend vermitteln. Und schließlich ist die Körpersprache der visuelle Ausdruck unserer inneren Gedanken und Emotionen, der unsere Worte verstärkt und uns zu selbstbewussten und authentischen Kommunikatoren macht.

In unserer dynamischen und anspruchsvollen Geschäftswelt sind diese Fähigkeiten von unschätzbarem Wert. Sie verleihen uns die Souveränität, um vor Publikum zu sprechen, in Meetings zu überzeugen und effektiv mit anderen zu interagieren. Indem wir uns bewusst mit diesen Aspekten auseinandersetzen und an ihnen arbeiten, öffnen wir Türen zu neuen beruflichen Chancen und persönlichem Wachstum. 

Es ist meine Leidenschaft, Menschen auf dieser aufregenden Reise zu begleiten.

Ich freue mich über deine Kontaktaufnahme!

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