Die menschliche Metamorphose
Von: Ulrike Mönkemöller
Expertenprofil von Ulrike Mönkemöller anzeigenSehr gerne vergleiche ich die menschliche Entwicklung und die Persönlichkeitsentfaltung mit dem Wandlungsprozess aus dem Tierreich, der Metamorphose, von der Raupe zum Schmetterling.
Es ist so faszinierend, wie die Natur das regelt, dass immer genau im richtigen Moment, etwas geschieht, das die Entwicklung fördert.
Zunächst beschäftigt sich die Raupe mit konsumieren von Nahrung, damit sie die nötige Kraft für die später anstehende Wandlung hat. Sie lebt vor sich hin, ohne zu wissen, dass sie ihre Gestalt, ihr Wesen komplett verändern wird. Einem Impuls folgend begibt sie sich schließlich in den Kokon, an einen geschützten Ort, in dem in aller Ruhe, die Wandlung vollzogen wird.
Die Raupe wird im Kokon in eine Art „Ursuppe“ verwandelt, dabei wird die DNA komplett neu sortiert, so dass schließlich ein Schmetterling aus dem Kokon schlüpfen kann.
Wenn ich diese drei Phasen auf die menschliche Metamorphose übertrage, sieht das ganz ähnlich aus.
Raupenphase
Der Mensch konsumiert das Leben und allerhand mehr, befindet sich dabei häufig in einem schläfrigen Bewusstsein. Das bedeutet, dass wir ganz oft nicht wach entscheiden, was gut für uns ist, sondern das tun, was alle tun. Denn wenn es alle tun, kann es ja nicht so schlecht sein.
Lange Zeit fühlt sich das meist auch richtig gut an, doch ebenso häufig, beginnt es an einem Punkt zu kippen. Dann fehlt uns plötzlich Energie, für die Arbeit, die schönen Dinge, das Leben selbst.
Krankheiten entstehen, Störungen im Körpersystem werfen uns aus der Bahn.
Da stellen sich dann Fragen wie:
- Ist das, was ich bisher gelebt habe, richtig für mich?
- Was kann ich anders machen, um in einen natürlichen, gesunden Flow zu kommen, privat und bei der Arbeit?
- Möchte ich bis an mein Lebensende so weiterleben?
Hier beginnt der Wandel als Übergang zur Kokon-Phase. Der Impuls, sich an einen ungestörten Ort zurückzuziehen, innerlich alles auf den Kopf zu stellen, zu durchleuchten, hervorzuholen und zu verändern. Das gleicht in etwa dem Prozess im Kokon, wenn die DNA neu sortiert wird.
Oftmals kann Meditation, Yoga oder auch Spaziergänge in der Natur, dieser stille Rückzugsort sein.
Kokon-Phase
Den Kokon können wir uns überall schaffen. In einer Wohnung kann es eine Ecke sein, die wir uns schön gestalten, um zu uns in unser Innerstes zurückzukehren. Gut ist das in einem Zimmer, in das man sich für bestimmte Zeiten zurückziehen kann, um ungestört zu sein.
In der Natur kann es ein Platz sein, an dem wir uns besonders wohl fühlen, eine Wiese, ein Baum im Wald, eine Bank, ein Bach…, dort können wir uns hinbegeben zu Zeiten, in denen wir ungestört sein möchten.
Diese ruhigen Orte unterstützen, dass wir unsere Intuition wahrnehmen können, die uns immer sagt, was genau richtig für uns ist. In der Raupenphase haben wir verlernt auf diese innere Stimme, unsere Intuition zu hören.
Hier im Kokon begegnen wir unterdrückten Gefühlen, verdrängten traumatischen Erfahrungen und Glaubenssätzen, die nicht zu uns passen und uns am leichten Leben hindern und am persönlichen Vorankommen.
Hier können wir uns neu orientieren und neu ausrichten. Hier können wir entscheiden, was wir aus unserem Leben aussortieren möchten und was wir behalten und weiterentwickeln möchten.
Die gute Nachricht ist, sind wir erst einmal in dieser Phase gelandet, gibt es kein Zurück mehr. Denn die Raupe kann aus dem Kokon heraus auch nur noch Schmetterling werden, nie wieder Raupe. So ist das auch beim Menschen.
Dann irgendwann merken wir, dass es Zeit wird, uns geistig auszudehnen, die notwendige Wandlung, die wir erkannt haben, in die Tat umzusetzen.
Das ist der Moment, in dem wir uns bereit machen, uns in unsere wahre Persönlichkeit zu entfalten, in waches Bewusstsein und in die Leichtigkeit des Lebens.
Schmetterlingsphase
In dieser Phase geht es darum, das was wir gedanklich neu gestaltet haben, nun umzusetzen, zur Wirklichkeit werden zu lassen.
Manchmal ist es dafür hilfreich, sich das Wunschziel so plastisch vorzustellen, als wäre es bereits erreicht. Das gibt dem Unterbewusstsein die Möglichkeit, sich an diese energetische Schwingung des Neuen zu gewöhnen und sie Stück für Stück zuzulassen.
Das Ausdehnen ist ein langsamer Prozess, der individuell ganz unterschiedlich viel Zeit benötigt.
Es ist wie ein kontinuierliches Training und kann tatsächlich auch durch Sport, Yoga und Meditation unterstützt werden.
Alles, was dazu beiträgt, unser Energielevel zu erhöhen, unterstützt die Entfaltung in waches Bewusstsein und in Leichtigkeit.
Diese Phase ist oft nicht so einfach, weil unser Umfeld uns manchmal als die „Alten unbewussten Wesen“ haben möchte, als die sie uns gekannt hatten.
Auch die Entfaltung der Raupe aus dem Kokon zum Schmetterling ist nicht einfach. Jedoch genau diese Reibung, dieser Gegenwind sind die Faktoren, die uns noch stärker in die ganz persönliche Entfaltung hineinwachsen lassen.
Selbst wenn im Tierreich der Schmetterling schließlich geschlüpft ist, braucht er noch Zeit, um seine Flügel zu trocknen, bis er sich endlich in die Leichtigkeit erheben kann.
So ist es auch beim Menschen. Wir müssen uns selbst erst an das Neue gewöhnen, bevor wir es vollkommen in unser Leben integrieren können.
Menschliche Metamorphose ist also ein intensiver Prozess, der seine Zeit braucht.
Oftmals fallen uns die einzelnen Phasen leichter, wenn wir eine Führung haben, die den Prozess bereits kennt, weil sie ihn selbst durchschritten hat.
Da komme ich ins Spiel.
Vor über 30 Jahren begab ich mich in den Kokon und in meine persönliche Wandlung. Seither begleite ich Menschen als Heilpraktikerin und Coachin auf diesem Weg.
Aus meinem reichen Erfahrungsschatz entwickelte ich das Metamorphose-Coaching. Das ist ein zwölfwöchiger Prozess, in dem ich jeweils 4 Wochen lang, intensiv durch die Phasen der Raupe, des Kokon und des Schmetterlings begleite.
Das Leben darf leicht sein und das egal ob es sich um Führungskräfte oder um Privatpersonen handelt.
Es zahlt sich im Leben aus, wenn wir mit den Herausforderungen, die uns natürlich weiter begegnen werden, in Leichtigkeit umgehen können.
Sei mutig für den ersten Schritt in die Leichtigkeit.