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Warum starten jetzt alle ihren eigenen Podcast?

Dirk Hildebrand

Warum starten jetzt alle ihren eigenen Podcast?

Puh - als Mensch mit Expertenstatus hat man es nicht leicht. In diesen digitalen Zeiten gibt es so viele Möglichkeiten, in der Businesswelt sichtbarer zu werden, da sieht man manchmal die Bits vor lauter Bytes nicht mehr. Soll ich den Fokus auf Social Media legen? Macht es Sinn, einen eigenen Shop mit Onlineprodukten zu launchen? Oder investiere ich ein bißchen was und schalte einfach bei Facebook und Instagram Ads? Und dann noch dieser Hype um Podcasts. Ich hab das Gefühl, mittlerweile produziert jeder seinen eigenen Podcast. Gibt es überhaupt genug Hörer?

Ja, die gibt es! 26 Millionen Menschen in Deutschland (36 Prozent) nutzen Podcasts, Hörbücher oder Hörspiele.. Zu diesem Ergebnis kommt der Audible Hörkompass 2020. Jetzt könnte man anfangen zu rechnen, wie viele Hörer da für einen übrig bleiben, macht aber tatsächlich keinen Sinn. Und jetzt Schluss mit dem Drumherumgerede! Ja, es lohnt sich einen eigenen Podcast zu starten. Denn Podcasthörer sind die coolste Form der Zielgruppe, die man aktuell haben kann. Es sind Fans, es sind Menschen mit Smartphones, die euch abonnieren und es sind Kunden, die alles Neue von euch erfahren wollen. Podcasts sind ein Bindungs- und Verkaufstool und vor allem schafft der Kanal eine persönliche Beziehung. Der Podcasthost wird zum Best Buddy auf dem Weg zur Arbeit, im Urlaub oder beim Aufräumen. Und das Ganze auch noch ohne Streuverluste und mit genauer Analyse. Podcasts sind Content für die bereits bestehenden Kanäle (Newsletter, Social Media und Co.), aber auch ein Imagefaktor. Einen professionellen Audio-Podcast zu produzieren ist deutlich leichter als ein Video-Podcast. Man kann deutlich einfacher überzeugen und die Produktionszeiten sind kürzer. Mit "Spotify" und Co. haben wir Plattformen, die wir für uns nutzen können und eine einfache Möglichkeit, das Netzwerk zu erweitern.

Dieser Hype wird weitergehen - wenn euch jemand etwas anderes erzählne möchte, würde ich gerne die Argumentation hören. Die "Big Player" der Medienlandschaft werden dafür sorgen, dass das Angebot und die technischen Rahmenbedingungen immer ausgeklügelter werden. Die meisten beteiligten Institutionen haben seit Jahren auf ein Medium gewartet, das ein solchen Hype bei den Verbrauchern auslöst, um auf diesen Zug dann aufzuspringen. Podcast ist Personality und Expertise und jeder, der ein sichtbarer und hörbarer Experte sein will, sollte diesen Kanal bedienen. Abonnenten sind die Käufer von morgen - sonst kaufen sie woanders!
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